CHRISTOF LUNGWITZ, WANDERN AUF SCHMALEM GRAT
ART AUREA Magazin // PRINT 

 

Zurückhaltend, fast schüchtern macht der Gestalter gekonnt den Spagat zwischen freier und angewandter Kunst.

Unweit von Düsseldorf, im malerischen Leichlingen, wohnt Christof Lungwitz mit seiner Frau, einer Physiotherapeutin. Ein Haus am Hang, Mahagonitüren, Mosaiken… „Anfangs habe ich einen Schreikrampf gekriegt“, erzählt der 1948 in Weimar geborene Minimalist. Inzwischen genießt er es, sich auch zwischen diesen Dingen zu bewegen. „Ich lebe einen Widerspruch“, sagt er. Seit einigen Jahren fertigt der Gestalter puristische Objekte mit Namen wie „Schale für Ideen“ oder „Ablage für einen Winkeladvokat“. Die poetischen Titel entstehen intuitiv während der Arbeit. Mit seinem Schrank aus Lindenholz, dessen Oberteil die Naturform des Baumes bewahrt, wurde er in den 1990er Jahren bekannt. Fast jeden Tag steigt Lungwitz aus seinem Büro im Dachstuhl hinab in den Keller zu seinen Maschinen. Die aufgeräumte Werkstatt ist klein, bis knapp unter die niedrige Decke reichen die Regalwände voller Werkzeug, Hölzer und gesammelter Objekte. Begeisterung regt sich in seinen melancholischen Augen beim Gedanken an sein nächstes Projekt „Wunderkammerschränke – die Objekte, die ich reinlegen will, habe ich bereits.“ [...]

Der ganze Artikel zur Fotostrecke auch online unter: Wandern auf schmalem Grat